In einem Metallbetrieb kommen Anfragen zu jeder Uhrzeit, und fast immer über WhatsApp. Der Stahlbauer will das 3.1-Zeugnis für die Bleche von gestern, der Außendienst schickt das Foto einer Zeichnung mit Stückzahlen, der Schrotthändler meldet den neuen Preis, der Fahrer sagt, dass auf der Baustelle kein Kran steht, der Schichtmeister fotografiert die stehende Ziehmaschine. Die Antworten liegen aber woanders: in den Ordnern der Qualitätssicherung, im ERP, im Postfach des Einkaufs, im Kopf des Kollegen, der gerade Urlaub hat.
Ugo ist ein Kontakt auf WhatsApp, verbunden mit den Tools, die das Unternehmen schon nutzt: Google Workspace oder Microsoft 365, E-Mail, Kontakte, Ordner in Drive oder OneDrive, ein CRM wie Odoo oder HubSpot, monday.com für Aufträge und Instandhaltung. Jede Person nutzt ihn vom eigenen Handy, mit den eigenen Konten: der Vertrieb für Kunden und Angebote, die Qualitätssicherung für Zeugnisse, die Instandhaltung für Einsätze. Mit den Automationen auf dem WhatsApp Business des Unternehmens antwortet Ugo auch Kunden, fragt nach, was fehlt, und benachrichtigt die richtige Person.
Ugo ersetzt weder ERP noch MES noch die Rückverfolgung der Schmelzen, rechnet keine Preise mit Legierungszuschlägen und unterschreibt nichts anstelle der Qualitätsleitung. Er findet, fasst zusammen, bereitet vor und erinnert. Jede E-Mail, Nachricht oder Datei geht erst nach Ihrem „Bestätigen“ raus.